hosted by: www.uboot.com   www.uboot.com  
pinolino
user status:  user status 
 Träume dein Leben und lebe deinen Traum!
 offline  visits: 98.620  

pinolino » blog » Lyrik


     
05.03.2008 10:06

Der alte Mann und sein Klavier

Sitzend in dem dunklen Zimmer
Auf dem Hocker vorm Klavier,
Blicken seine Hände wartend
Auf ein leeres Blatt Papier.

Schwarze Tasten, weiße Tasten,
Nirgendwo entspringt ein Ton,
Nur in seinem wachen Geiste
Musizier'n die Noten schon.

Flink bewegen sich die Finger,
Gleiten auf der Klaviatur,
Und entfesseln die Gedanken
Tanzend in der Partitur.

Bald erklingen warme Lieder,
Und ergreifen den Verstand,
Wollen seine Welt betören,
Hand auf Herz mit Herz in Hand.

Leben flutet durch die Kammer,
Feierlich entsteht ein Saal,
Kronenleuchter hell erstrahlen,
Lächelnd, lachend, tausend mal.

Und in seinem Kopfe dreht sich,
Inspiriert durch sein Klavier,
Die Erwählte auf dem Tanzball,
So, als wär' sie wirklich hier.

1 kommentare   0 trackbacks

     
27.02.2008 10:05

Kleiner Stern

für Maria

In jeder dunklen klaren Nacht,
Die Sterne hoch am Himmelszelt,
Mit Glitzerfunkeln still bedacht,
Bereisen strahlend diese Welt.

Der Mond erwacht mit gelbem Schleier,
Selbst müde grüßt er die Planeten,
Winkt zag der hübschen Cassiopeia,
Im Flug umtanzt von Schweifkometen.

Und dann ein Stern, so hell und klein,
Steht da, von mir berührt, und lacht,
Und leuchtet tief ins Herz hinein,
Tagaus, tagein und Nacht für Nacht!

Motigo Webstats - Kostenlose web site statistiken Persönliche Homepage webseite Zähler
1 kommentare   0 trackbacks

     
28.06.2007 16:18

Sommerregen

Senkrecht liege ich im Sofa
Starre in die grauen Waben
Weit geöffnet nur ein Fenster
Schwüle Luft steht still erhaben.

Regen klopft an jede Scheibe
Rauscht von rechts nach links hinab
Monoton betört er leise
Und tropft taub tiptap tiptap.

Dann und wann ein Blitzgewitter
Donner grollt mit Echohall
Stürzt von Wand zu Wand erschütternd
Blitz und Donner werden Knall.

Senkrecht liege ich im Sofa
Arme schließen mich fest ein
Meine Sinne werden schwächer
Ruhen sanft und schlafen ein.

0 kommentare   0 trackbacks

     
15.05.2007 15:02

Vogel von der Trauerweide

für Carolin

Es saß einmal ein alter Mann
Bedrückt am Trauerweidenbaum,
Sich fern des Glücks von einst besann,
Erstrahlte es doch jeden Raum.

Er dachte an die guten Tage,
An jene, welch' sein Herz geliebt,
Doch überfiel ihn Schmerz und Klage,
Als nun er fortan einsam blieb.

Mit mattem Haupt und tief gesenkt
Verweilt' er ewig auf der Bank,
Dort unter'm Baum, von Angst bedrängt,
Und wurde liebeskränker krank.

Da sang ein Vogel von der Weide,
So hell und fein, er scheute nicht,
Sprach zu ihm Mut, trotz dessen Leide,
Denn wenn du liebst, so lieb auch dich.

Das Gedicht wurde in dem Buch "Liebe in all ihren Facetten" veröffentlicht.

2 kommentare   0 trackbacks

     
16.04.2007 12:41

Gelebt

Müdigkeit umringt mein Auge
Fällt dem Lid schwer ins Gesicht.
Vergeblich durch die Nase sauge;
Perlensauerstoff - es sticht.

Mein Herz pocht mir ganz still im Takt
Kaltbleiche Hand umschließt es schon.
Ich ringe mit des Teufels Pakt
Und krächze meinen letzten Ton.

Motigo Webstats - Kostenlose web site statistiken Persönliche Homepage webseite Zähler
0 kommentare   0 trackbacks

     
16.04.2007 12:38

Vierer-Reim

Es klingt wie Schmalz in meinen Ohren,
Wenn du musizierst und singst,
Doch der Stein in meinem Herzen
Immer da und nie verloren.

0 kommentare   0 trackbacks

     
11.04.2007 17:39

Delphin

Haltlos schwimme ich umher,
verirre mich.
Wo bin ich?

Ist das meine Welle,
Sturm des Glücks,
Raum meiner Träume?

Die Woge packt mich,
trägt mich weiter,
nur ein Stück.
Ich tauche ab,
sie schwindet,
doch das Glitzern bleibt.

Bring mich zum Licht!

1 kommentare   0 trackbacks

     
05.04.2007 14:01

Rotkäppchen

für Sarah

Es streifte heimlich durch den Wald
Ohne Rast und ohne Halt,
Konnte über Wipfel fliegen,
Niemand konnt' es je besiegen.
Lange Arme, dürre Beine,
Große Köpfe oder keine?
Nur ein Schatten ward zu seh'n,
Finster matt, doch schaurig schön.

Sorglos auf dem Wege schritt
Ein Mädchen leichten Fußes Tritt.
Rot den Schal ums Haar gebunden,
Zog sie aus, um zu erkunden,
Was die große Welt ihr böte,
Ohne Sorgen, ohne Nöte,
Einen neuen Neuanfang,
Gefolgt des Herzens tiefsten Drang.

Doch in jener dunklen Nacht
Ward das Wesen grad erwacht
Als der Bäume Stimmen starben,
Alle Vöglein Stille gaben.
Nur ein leiser Atem hauchte,
Als das Mädchen Schlafe brauchte,
Legt' es sich beseelt zur Ruh',
Schloss beide Äuglein müde zu.

Mit festem Blick und Löw'gebrüll
Fährt es herab, zerstört die Still'
Und packt das Mädchen, fürchtet nicht,
Grün funkelt Katzenaugenlicht.
Erwidert Macht mit bloßer Liebe,
Setzt Gefühle statt der Hiebe,
Und das Monster fort zerrinnt,
Zerfällt zu Asche, Staub und Wind.

1 kommentare   0 trackbacks

     
20.03.2007 22:41

Park des Sieges

Die Stadt liegt glorreich mir zu Füßen
Rotes warmes Licht getränkt,
Vom Sockel hoch die Helden grüßen,
Ein Lächeln für die Welt geschenkt.

Tausend Steine, tausend Tränen
Pflastern jenen Weg zum Ziel,
Stahlbeton zum Himmel sehnen,
Leere weitet viel zu viel.

Um des Kreises Ehrenmal
Kriegsmaschinen und Geschwader,
Rostend, wartend, tot und kahl,
Versiegt des Krieges kalte Ader.

Ratternd tost es durch den Wind,
Bretter von der Rampe schießen,
Kinder lachen, fröhlich sind,
Niemals wieder Blut vergießen!

27. Februar 2008: Der Text erscheint nun auch im Blog zum Wettbewerb: lyrik.over-blog.com. Eine Veröffentlichung in einer Anthologie soll auch noch folgen.

1 kommentare   0 trackbacks

     
21.02.2007 11:29

Schatz

Nur dir gehört mein Herz allein,
Wird immer voll von Liebe sein,
Gefüllt zum Rand bis es fast platzt,
Ich liebe dich, mein liebster Schatz.

0 kommentare   0 trackbacks

   ältere beiträge
« 6  07 / 2008
mo di mi do fr sa so
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031