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27.12.2006 15:16
Lauras Reise Teil 2
Das Mädchen blickte ihn skeptisch an und hoffte nur, dass er keine bösen Absichten hegte. Als der Mann ihr erschrockenes Gesicht sah, versuchte er die Situation aufzuklären.
Bald taten ihr aber davon die Hände weh. Es wurde ihr zu langweilig und außerdem hatte sie keine Lust mehr auf sein Gestöhne. Also wollte sie das die beiden etwas anderes zusammen machten.
Sie schlug vor, dass sie beide zusammen ein Film anschauen könnten.
Zufällig hatte er im Auto unten eine Popcornmaschine. Also rannte er die Stufen runter und holte sie schnell aus dem Kofferraum. Oben wieder angekommen, bekam er einen Schock, denn das Mädel war auf dem Bett eingeschlafen.
So wie sie da vor ihm lag, sah sie aus wie ein schöner Engel. Er beobachtete sie und sah ihr mit einem Lächeln beim Schlafen zu. Am liebsten wollte er nun wissen, was sie träumte. So wie sie lächelte, musste es ein schöner Traum sein. Sollte er sie wecken oder schlafen lassen? Er dachte eine Weile darüber nach, bis sie auf einmal ihre Arme nach ihm ausstreckte und ihn an sich zog.
Als er wieder erwachte, sah er sich im Raum um, konnte sie aber nirgends entdecken. Hatte er alles nur geträumt?
Er las den Zettel immer wieder und fragte sich quälend, was sie damit nur gemeint haben könnte. Heißt es nicht in einem Sprichwort, wer suchet, der findet? Er hatte doch noch so viele offene Fragen an sie! Doch wie sollte er sie nur finden? Mit einer Portion Glück, und wenn er die Straße im Auge behalten würde, wo er sie aufgegabelt hatte... Aber er konnte doch nicht die ganze Zeit über an dieser einen Straße stehen, Löcher in die Weltgeschichte starren und warten. Also überlegte er sich eine gewiefte Strategie, wie er sie am besten finden sollte! Er entschloss sich, Flyer an die Ampeln zu heften, denn irgend jemand muss sie doch außer ihm gesehen haben und kennen!
Er fuhr nach Hause und begann die Zettelchen zu gestalten. Doch da stand er schon vor dem nächsten großen Problem. Was sollte er bitte auf die Flyer schreiben? Er wusste nicht einmal ihren Namen...
Also schrieb er folgendes:
Bis plötzlich ein Anruf kam und sich eine Frau meldete:
Er machte sich viele Gedanken. Sollte er einfach so im Krankenhaus auftauchen? Oder sollte er mit einem Grund hingehen?
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16.11.2006 13:19
Lauras Reise
Es geschah an einem verregneten Montagmorgen in einem Dorf am Rande des Waldes. Laura verließ das alte Haus. Sie hatte das Klingeln ihres Weckers überhört und musste sich beeilen, denn sie hatte eine Sitzung beim Zahnbehandler. Schon bei dem Gedanken daran lief ihr ein eiskalter Schauer über den Rücken. Was würde dieser Teufel nur diesmal mit ihr anstellen wollen? Sie wollte ihre Zähne bis zum Tode behalten. Doch wenn es nach ihm ginge, würde er ihr am liebsten sofort jeden einzelnen herausreißen. Eine Fortsetzung folgt demnächst ... sofern denn gewünscht.
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10.11.2006 18:14
Unbefriedigt
Lichtenberg. Samstag Nachmittag. Kurz nach Drei. Ich lege einen Zwischenstopp ein, verlasse meine Bahn und laufe die Weitlingstraße herunter. Zwei Saiten meiner Gitarre sind gerissen. Die A- und die D-Saite. Mein Ziel ist das kleine Musikgeschäft.
Um mich meines Frustes über den fehlgeschlagenen Kauf zu trösten, beginne ich in der Bahnhofshalle zwischen den reduzierten Büchern zu wühlen. Mangelware.
In der Mitte des Bahnsteiges warte ich auf den nächsten Zug. Der Herbstwind fegt über den Boden. Ich halte meine Hände tief in den Hosentaschen versteckt.
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30.10.2006 16:27
Philipp und der grüne Ball
Philipp fegte den Strand entlang und wirbelte hinter
sich eine kleine Staubwolke auf. Lachend schallend
spielte er mit seinem grünen Ball, den ihm sein Vater
geschenkt hatte.
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26.10.2006 13:01
Niemand ist eine Insel?
Wie alles vor vielen vielen hundert Jahren begann. Damals gab es eine
große Insel, die in einem riesigen weiten Ozean schwamm. Sie war
umgeben von dem tiefen Blau und den Wogen der Nässe. Auf dieser Insel
lebten die Menschen. Sie wuchsen allmählich heran, es bildeten sich
kleine und grosse Grüppchen. Aber es gab auch viele unter ihnen, die
ganz allein lebten.
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26.10.2006 12:48
Das Märchen vom Zauberer und der Prinzessin
Es war einmal… vor vielen, vielen Jahren in einem kleinen abgelegenen Dorf am Fuße eines Berges. Dort lebte eine hübsche Prinzessin. Sie war im ganzen Land für ihr fröhliches Wesen und ihre wundervolle Haarpracht bekannt. Doch verbrachte sie ihr Leben Tag für Tag sehr zurückgezogen in ihren Zimmern und schrieb. Das Schreiben von Briefen bereitete ihr so viel Freude, dass sie glaubte ein glückliches Dasein zu führen.
Fernab aller Befürchtungen, die sie zuvor gehegt hatten, einander möglicherweise nicht zu verstehen und in Gram und Zank zu verfallen, verstanden sie sich großartig. Es gab für den Zauberer viel zu entdecken. Vor einigen Jahren als Kind war er schon einmal dort gewesen. Und vielleicht waren sie sich damals über den Weg gelaufen, ohne es zu wissen, und nun hatte das Schicksal ihre Wege zusammen geführt.
Der nächste Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein, der über die Bergkuppe und durch die Wipfel der Bäume in das kleine Küchenfenster strahlte. Sie spannten die Pferde vor den Wagen und begaben sich in die nächste Stadt. Gemeinsam erklommen sie den Turm einer Kirche und schwebten über den Wolken. Atemberaubend schön.
Der neue Tag begann schleppend. Der Zauberer war müde von der letzten Nacht. Kaum aus dem Bett zum Essen aufgestanden, fiel er danach wieder hinein vor Kälte. Und vielleicht vor Einsamkeit. Ihm war bewusst geworden, wie allein er doch war.
Ein neuer hoffnungsvoller Morgen brach an. Aber sie schwand in Windeseile. Die Prinzessin verkündete ihm, dass sie nicht mit ihm reisen könne, so wie es vereinbart worden war. So gern wäre sie mit ihm gekommen, doch sie konnte nicht. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sehen sie einander wieder...
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26.10.2006 12:39
Neustart
Die Neonbeleuchtung des Hausflures war kühl. Das Licht flackerte hin und wieder auf, als würde es sich dagegen aufzubäumen versuchen, endgültig seinen Geist aufzugeben. Surrende und klickende Geräusche, die dem Knacken der Knochen eines alten Mannes gleich kamen, hallten von den flachen Wänden wider.
Ich kramte in meiner Tasche nach dem Schlüssel, und versuchte ihn mit Mühe in das Schlüsselloch einzuführen. Die schwere Tür öffnete sich, während ein Schatten durch das Zimmer huschte. Ich betrat meine Wohnung und Enge umklammerte mein Herz. So viele Erinnerungen lebten in diesen vier Wänden, dass es mir schier die Luft zum Atmen raubte. Schwindelkeit stieg in mir auf. Meine linke Hand krallte sich an den Spiegel, um Halt zu finden. Ich sagte zu mir, so könne es nicht weiter gehen! Ich müsse etwas Grundlegendes in meinem Leben verändern! Im Wohnzimmer standen meine wenigen Habseligkeiten in Kisten verpackt. Innerhalb der letzten Wochen hatte sich darauf eine dicke Staubschicht gebildet. Auf dem Fußboden verstreut lagen Zeitungen. In allen hatte ich die Kontaktanzeigen ausführlich studiert und Unmengen an Briefen geschrieben. Ich hatte jede, die von mir Post bekam, mit einem Rotstift markiert. Es waren etliche, ich vermochte sie kaum zu zählen. Doch die Zeitungen vergilbten langsam im gleißenden Sonnenlicht. Die Farben verblassten. Die Konturen verschwammen. Ich sagte zu mir, es wäre endlich die Zeit gekommen, wieder Ordnung in mein Leben zu bringen!
Der Lichtschalter zur Küche war klebrig und ließ mich für mehrere Sekunden an diesem Fleck verharren, bis sich meine Katze bemerkbar machte, indem sie ihre Schüssel umwarf. Zeit fürs Essen. Ich sagte zu mir, ich müsse ganz von vorn beginnen. Neue Freunde. Ein komplett neuer Anfang!
Ein Vogel kreiste vor dem Fenster. Die Katze schlich über das Fensterbrett und ging in Angriffsstellung. Sie streckte ihre Pfote aus, um dem Vogel im Vorbeiflug einen Schlag zu verpassen. Sie stellte sich dabei so ungeschickt an, dass ich schon sah, wie sie in die Tiefe herab stürzen würde. Einundzwanzig Stockwerke. Eine grausame Vorstellung. Ich sagte zu mir, jetzt oder nie!
Die Autos, die Menschen, die Bäume wuchsen zunehmend. Ich drehte mich im Kreis. Oben war unten und unten war oben. Lärm und Getöse schwallte mir entgegen. Es dröhnte und hämmerte in mein Hirn.
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26.10.2006 12:35
Liebe
Und wieder ging die Sonne auf. Die goldenen Strahlen durchbrachen den Wolkenhimmel und versetzten sie zurück in vergangene Zeiten. Der Frühling brach an und ließ seinen Charme entfalten. Frisches Grün. Liebliche Düfte. Fröhlicher Vogelsang.
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