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pinolino
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 Träume dein Leben und lebe deinen Traum!
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27.12.2006 15:16

Lauras Reise Teil 2

Das Mädchen blickte ihn skeptisch an und hoffte nur, dass er keine bösen Absichten hegte. Als der Mann ihr erschrockenes Gesicht sah, versuchte er die Situation aufzuklären.
"Ich habe einen schrecklichen Krampf im Nacken, wärst du so nett mir den Rücken zu massieren?"
Er legte sich auf das weiche Bett und wartete auf die Antwort des Mädchens.
Sie war noch immer verunsichert, ob sie es wirklich tun sollte.
Sie tat es einfach, er war doch eigentlich so nett zu ihr.
Also setzte sie sich auf seinen festen Hintern und begann seinen Rücken zu massieren.

Bald taten ihr aber davon die Hände weh. Es wurde ihr zu langweilig und außerdem hatte sie keine Lust mehr auf sein Gestöhne. Also wollte sie das die beiden etwas anderes zusammen machten. Sie schlug vor, dass sie beide zusammen ein Film anschauen könnten.
Aber sie sah kein Fernsehgerät im Turmzimmer. Doch ihr Wunsch sollte erfüllt werden. Er stand auf und holte einen Apparat ins Zimmer und einen DVD-Spieler.
Er hatte zwei DVDs zur Auswahl, und sie entschied sich für „Susi und Strolch“. Weil er nur die beiden DVDs gefunden hatte. Die eine war ein brutaler Film, den wollte er ihr nicht antun. Und darum musste es „Susi und Strolch“ sein.
Doch irgendwas fehlte ihr immer noch. Sie wollte jetzt unbedingt Popcorn haben. Doch wo sollte er denn nun auf die schnelle Popcorn her bekommen?

Zufällig hatte er im Auto unten eine Popcornmaschine. Also rannte er die Stufen runter und holte sie schnell aus dem Kofferraum. Oben wieder angekommen, bekam er einen Schock, denn das Mädel war auf dem Bett eingeschlafen.
Er schaute sie an, wie sie da mit ihren langen schwarzen Haaren lag und schlief.
Er ging zu ihr, setzte sich neben sie und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.

So wie sie da vor ihm lag, sah sie aus wie ein schöner Engel. Er beobachtete sie und sah ihr mit einem Lächeln beim Schlafen zu. Am liebsten wollte er nun wissen, was sie träumte. So wie sie lächelte, musste es ein schöner Traum sein. Sollte er sie wecken oder schlafen lassen? Er dachte eine Weile darüber nach, bis sie auf einmal ihre Arme nach ihm ausstreckte und ihn an sich zog.
Leise hauchte sie einen Namen: "Antonio".
Er hieß aber nicht Antonio. Wen meinte sie bloß?
Und was sollte er nun machen?
Sie zog ihn an sich, doch er konnte sich nicht freuen. Wer war nur Antonio? Er schaute sie immer wieder an, wie sie neben ihm lag, bis er sich zu ihr legte und in ihren Armen einschlief.

Als er wieder erwachte, sah er sich im Raum um, konnte sie aber nirgends entdecken. Hatte er alles nur geträumt?
Er stand auf und plötzlich fiel ein Zettel vor ihm herunter.
Auf dem Zettel stand:
„Die Nacht war sehr schön ... aber ich muss jetzt gehen. Bitte suche nicht nach mir, denn du wirst mich nicht finden. Ich bin es nicht wert ... dass man sich mit mir einlässt ... denn so nett wie ich ausschaue bin ich nicht ... ich habe auch meine Familie. Wie soll ich das meinen Mann und den Kindern erklären? Also suche mich nicht!“

Er las den Zettel immer wieder und fragte sich quälend, was sie damit nur gemeint haben könnte. Heißt es nicht in einem Sprichwort, wer suchet, der findet?
Die komischen Zeilen von ihr ließen ihm keine Ruhe und unzählige Fragen schossen ihm in den Kopf. War Antonio ihr Ehemann? Warum ist sie dann zu ihm ins Auto gestiegen? Nach endloser Gedankendiskussion kam er letztlich zu folgendem Entschluss:
Ich muss sie finden!

Er hatte doch noch so viele offene Fragen an sie! Doch wie sollte er sie nur finden? Mit einer Portion Glück, und wenn er die Straße im Auge behalten würde, wo er sie aufgegabelt hatte... Aber er konnte doch nicht die ganze Zeit über an dieser einen Straße stehen, Löcher in die Weltgeschichte starren und warten. Also überlegte er sich eine gewiefte Strategie, wie er sie am besten finden sollte! Er entschloss sich, Flyer an die Ampeln zu heften, denn irgend jemand muss sie doch außer ihm gesehen haben und kennen!

Er fuhr nach Hause und begann die Zettelchen zu gestalten. Doch da stand er schon vor dem nächsten großen Problem. Was sollte er bitte auf die Flyer schreiben? Er wusste nicht einmal ihren Namen... Also schrieb er folgendes:
„Ich suche die Unbekannte, mit der ich im Turm im Bett lag... Die Unbekannte, mit der ich vorher „Susi und Strolch“ gesehen habe... und ... und ... und ... ...die mich mit ihren schwarzen langen Haaren so fasziniert hat. Bitte melde dich bei mir! Ich habe muss dich wieder sehen!“
Natürlich hoffte er, dass sie sich rasch melden würde, doch nach zwei Wochen gab er die Hoffnung auf.

Bis plötzlich ein Anruf kam und sich eine Frau meldete:
"Hallo, ich heiße Heidi. Ich bin die Freundin von der Unbekannten, die du suchst. Sie hat mir von ihrem Abenteuer erzählt. Und da habe ich diesen Flyer entdeckt..."
Er überlegte kurz und erwiderte:
"Woher soll ich wissen, dass sie es wirklich sind?"
Sie überlegte kurz und meinte dann:
„Weil ich sonst nicht wissen würde, dass sie Popcorn holen wollten...“
"Gut, gut.“, sagte er, „ich glaube ihnen. Wie heißt ihre Freundin, und wo kann ich sie finden?"
Heidi sagte mit matter Stimme:
„Das wird schwer. Sie will sie nicht sehen.“
„Aber es muss doch eine Chance geben, damit ich sie wieder sehen kann!", erwiderte er besorgt.
„Ja die gibt es. Seien sie morgen in der Ambulanz der Uniklinik. Sie arbeitet dort als Krankenschwester. Vielleicht haben sie eine Chance sie abzufangen...“
Dann legte sie auf.

Er machte sich viele Gedanken. Sollte er einfach so im Krankenhaus auftauchen? Oder sollte er mit einem Grund hingehen?
Aber was für ein Grund sollte er denn angeben, um in die Ambulanz zu gelangen?
Aber da er gut im Simulieren von Krankheiten war, dachte er sich, er könnte erzählen, dass er Herzrasen habe. Und so viel geschwindelt war es dann auch nicht, da er wegen der gesuchten Frau wahnsinniges Herzrasen bekam.
Er freute sich mit gemischten Gefühlen auf den neuen Morgen. Unklar war, was er ihr erzählen sollte? Und wie würde sie darauf reagieren?
Mit diesen Gedanken schlief er ein...

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16.11.2006 13:19

Lauras Reise

Es geschah an einem verregneten Montagmorgen in einem Dorf am Rande des Waldes. Laura verließ das alte Haus. Sie hatte das Klingeln ihres Weckers überhört und musste sich beeilen, denn sie hatte eine Sitzung beim Zahnbehandler. Schon bei dem Gedanken daran lief ihr ein eiskalter Schauer über den Rücken. Was würde dieser Teufel nur diesmal mit ihr anstellen wollen? Sie wollte ihre Zähne bis zum Tode behalten. Doch wenn es nach ihm ginge, würde er ihr am liebsten sofort jeden einzelnen herausreißen.
In Angst versunken eilte sie weiter. Der Regen peitschte ihr entgegen und sie wischte sich mit ihrer linken Hand die strähnigen Haare aus dem Gesicht. Die Tropfen rannen über ihre Stirn, liefen über den Nasenrücken und perlten von ihrer Stupsnase ab. Auf ihrer Jacke angekommen, vereinigten sich einzelne Tropfen zu schmalen Bächen und flossen geradewegs talabwärts. Am unteren Ende der Jacke, wo sich die Bänder zum Zuschnüren befanden, stürzte ein Wasserfall auf die Erde nieder.
Auf dem Teerpflaster herrschte reges Treiben, das Laura kaum wahrnahm, da sie in Gedanken schon auf dem Höllenstuhl saß. Ohne auf ihren Schutz im Verkehr zu achten, überquerte sie schnurstracks den platt getretenen Zebrastreifen. Ihr Haupt hielt sie gesenkt und zählte: „Weiß, schwarz, weiß, schwarz, weiß, ...“ Ein himmlisches Hornsignal ertönte. Erschrocken blieb Laura auf dem Zebra stehen, neigte ihren Kopf zur Seite und erblickte zwei Lichter. Sie näherten sich rasend schnell in Zeitlupe. Quietschende Reifen. Ein Meter. Fünfzig Zentimeter. Zwanzig Zentimeter. Zehn Zentimeter. Fünf Zentimeter. Zwei Zentimeter. Halt. Das Gefährt hielt knapp vor ihr. Sie versank für einen Moment im Nebel und der Geruch von Gummi schwebte durch die Luft. Der Fahrer kurbelte seine Fensterscheibe herunter. Ein netter Mann streckte seinen Kopf heraus und fragte Laura, ob sie in Ordnung sei, und ob er sie ein Stückchen mitnehmen könnte.
Laura blickte ihn mit weit aufgerissenen Augen an und zögerte einen Moment. Verunsichert stand sie am Straßenrand, wie ein sechsjähriges Mädchen, das von einem Fremden einen Lolli angeboten bekam. In Lauras Kopf setzten sich die Zahnräder in Bewegung und sie wog Gut gegen Böse ab. Sollte sie wirklich zu ihm einsteigen? Er hätte sie um ein Haar platt gefahren? Der gut gebaute süße Typ könnte gefährlich sein? Doch wie ihr Großvater immer zu sagen pflegte: „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“
Dann sah sie sich den Kerl noch einmal ganz genau an. Sie musterte ihn vom Scheitel bis zur Sohle. Eigentlich wäre es doch eine nette Entschädigung?
Darum beschloss sie, sein Angebot anzunehmen und in den Wagen zu steigen. Sie öffnete die Tür, setzte sich neben ihm auf den Beifahrersitz und schnallte sich an. Sofort trat der junge Mann auf das Gaspedal und brauste davon. Sie schaute ihn mit ihren braunen Augen fragend an: "Wohin soll die Reise gehen?"
"Lass dich überraschen!", antwortete der Mann grinsend.
Sie fuhren immer schneller und immer weiter fort von dem Dorf und dem Wald, wo Laura aufgewachsen war.
„Wohin will der Mann nur mit mir?“, dachte sie sich während sie den Sonnenschutz herunterklappte. Auf der Rückseite befand sich ein vergoldeter Spiegel, in dem sie ihre nassen Haare wieder zurecht schieben konnte. Aus ihrer Handtasche zückte sie das Schminktäschchen mit Lidschatten, Lippenstift, Schere, Puder, ... und war etliche Stunden beschäftigt.

Die Strasse schlängelte sich einen Berg bis zur Spitze hinauf. Oben angekommen hielten sie an. Er stieg aus und nahm sie bei ihrer Hand. Sie zögerte, doch er griff fester zu und zog sie hinter sich her. Er erklomm mit ihr die Stufen einer Festung und gemeinsam erreichten sie die Turmspitze...

Die Aussicht von oben war umwerfend. Dort gab es lauter Berge und grüne Wiesen.
Die Turmspitze war auch wirklich schön möbliert.
Aber was ihr merkwürdig erschien, war das riesige Bett in der Mitte der Turmspitze. Warum hatte er sie an genau diesen Ort gebracht? Was hatte er geplant?

Eine Fortsetzung folgt demnächst ... sofern denn gewünscht.

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10.11.2006 18:14

Unbefriedigt

Lichtenberg. Samstag Nachmittag. Kurz nach Drei. Ich lege einen Zwischenstopp ein, verlasse meine Bahn und laufe die Weitlingstraße herunter. Zwei Saiten meiner Gitarre sind gerissen. Die A- und die D-Saite. Mein Ziel ist das kleine Musikgeschäft.
Auf den Bürgersteigen liegen in regelmäßigen Abständen fein säuberlich angeordnete Häufchen aus Hundekot. Das Profil eines schweren Schuhs zeichnet sich ab. Männlich.
Die Rollläden sind heruntergelassen. "We are closed" steht auf einem Schildchen an der Tür. Die Öffnungszeiten verraten, dass bereits vor einer Stunde das Wochenende eingeläutet wurde. Verdammt.
Enttäuscht kehre ich auf der Stelle um und frage mich, ob ich einen Ausflug auf das Land angetreten habe. Das Wetter stimmt. Es ist herbstlich kühl. Der neue Pullover mit der russischen Aufschrift Champion leistet meisterhafte Dienste.

Um mich meines Frustes über den fehlgeschlagenen Kauf zu trösten, beginne ich in der Bahnhofshalle zwischen den reduzierten Büchern zu wühlen. Mangelware.
Der Reiseführer aus St. Petersburg springt mir ins Auge. Warum konnte es nicht Moskau sein? Den hätte ich sofort genommen. Ich setze die Suche fort. Die Verkäuferin stellt ein weiteres Buch hinzu, lächelt mich an, sagt etwas zu mir. Ich verstehe kein Wort. Meine Ohren hängen seit zwei Minuten zehn Meter entfernt an der Telefonzelle.
"Sie brauchen eine Genehmigung. Sie brauchen eine Genehmigung!", hallt es wider und wieder aus dem Mund der schwarz gelockten Frau. Ein alter Mann mit einer Plastiktüte, aus der die kleinen Preise zu springen drohen, steht mit gesenktem Kopf vor ihr. Er brabbelt unverständlich. Die Frau läßt nicht ab.
"Wenn sie auf dem Bahnhof Flaschen sammeln, benötigen sie eine Genehmigung. Das ist verboten!"
Ich bin unkonzentriert, während die Fingerspitzen über die Buchrücken gleiten. Im Sekundentakt wende ich mich, um nicht das Finale der Auseinandersetzung zu verpassen. Die schwarz gelockte Frau trägt keine Uniform. Kein Bahnhofspersonal. Von Befugnis und Kommandoton ganz zu schweigen.
Der alte Mann will weiter. Flaschen und Dosen aus Mülleimern sammeln, damit die kleinen Münzen aus seinem Beutel in die Gelbörse springen. Die Konkurrenz schläft nicht. Das Geschäft ist hart.
Die Frau gibt endlich nach. Sie bittet den Alten morgen um die gleiche Zeit dort zu sein. Dann werde sie mit einem Kamerateam kommen. Sie wolle auf diese Situation aufmerksam machen.
"Versprechen sie es?" Der alte Mann nickt stumm. Die Frau verschwindet. Selbst von hinten ist ihm die Erleichterung an seinen Schultern abzulesen. Er zieht eine Sonnenbrille auf und schlurft davon.
Ich stehe mit leeren Händen da. Unbefriedigt.

In der Mitte des Bahnsteiges warte ich auf den nächsten Zug. Der Herbstwind fegt über den Boden. Ich halte meine Hände tief in den Hosentaschen versteckt.
Der Alte ist da, klappert jeden Mülleimer ab. Rot. Grün. Blau. Gelb. Während er sich hinab beugt, nimmt er die Brille mit den großen dunklen Gläsern von der Nase, lugt in das Innere der Tonne, greift hinein und zaubert eine Plastikflasche hervor. 25 Cent. Er verstaut sie in der Tüte und setzt die Sonnenbrille auf.
Ich warte. Wann kommt der nächste Zug? Auf der Bahnhofsuhr sitzen zwei Tauben, vergnügen und besteigen sich. Gegurre. Geflatter. Turteltäubchen. Befriedigend.
Ratternd hält die Bahn Einzug.
"Zurückbleiben, bitte!"

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30.10.2006 16:27

Philipp und der grüne Ball

Philipp fegte den Strand entlang und wirbelte hinter sich eine kleine Staubwolke auf. Lachend schallend spielte er mit seinem grünen Ball, den ihm sein Vater geschenkt hatte.
Das war ein wundervoller Sonntag am Meer. Die Sonne schien so warm auf die Haut, dass es zu Kribbeln begann. Und der Himmel war so blau wie seine Lieblingseissorte. Dafür würde Philipp sogar jeden Abend freiwillig um Acht zu Bett gehen, wenn er zuvor eine Kugel Schlumpfeis bekäme.
Er tobte am Wasser hin und her und schoss seinen grünen Ball mit aller Kraft in den blauen Himmel. Im hohen Bogen flog der Ball davon, als handelte es sich um einen Vogel. Philipp sah ihm erstaunt nach. Und rannte hinterher. Da geriet er ins Wanken, stolperte über eine Sandburg und fiel der Länge lang zu Boden. Vor Schreck hatte er seinen Mund ganz weit aufgerissen und war mit der Nase genau im großen Sandturm gelandet.
Das war ekelhaft. Unzählige Sandkörner klebten auf seiner Zunge, und es knirschte zwischen den Zähnen. Vergebens versuchte er den Sand mit den Fingern aus dem Mund zu pulen.
Aber wo war denn nur sein grüner Ball geblieben? Entsetzt fuhr Philipp auf und blickte in alle Himmelsrichtungen. Wo ist der grüne Ball?
Philipp entdeckte weit draußen auf dem Meer einen winzigen grünen Punkt. Aber sein Ball war doch viel größer? Enttäuscht schaute er drein.
Mit herunterhängenden Schultern schlurfte er zurück zu seinem Vater. Er war so traurig über diesen Verlust. Doch sein Vater versuchte ihn zu trösten, indem er ihm sogar eine doppelte Portion Schlumpfeis versprach. Aber Philipp war damit nicht zufrieden, denn womit sollte er nun spielen?
Der Vater zog Philipp zu sich heran und drückte ihn ganz fest. Er wuschelte mit der Hand durch sein braunes Haar und sagte sogleich, dass er sofort am Montag einen neuen Ball kaufen würde. Einen noch viel viel schöneren. In ganz blauem Schlumpfblau.
Da leuchteten die Augen vom kleinen Philipp auf, und er begann wieder zu lachen. Wann ist denn endlich Montag?

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26.10.2006 13:01

Niemand ist eine Insel?

Wie alles vor vielen vielen hundert Jahren begann. Damals gab es eine große Insel, die in einem riesigen weiten Ozean schwamm. Sie war umgeben von dem tiefen Blau und den Wogen der Nässe. Auf dieser Insel lebten die Menschen. Sie wuchsen allmählich heran, es bildeten sich kleine und grosse Grüppchen. Aber es gab auch viele unter ihnen, die ganz allein lebten.
Eines Tages, als die Menschen eine gewisse Reife erreicht hatten und sich neue Ziele setzten, kam es zu Konflikten und Streit. Jeder besaß sein eigenes Ziel. Und obwohl sie alle im Grunde das Gleiche vor Augen hatten, die Liebe, so wählte doch jeder seinen eigenen Weg. Und da sich keine gemeinsame Lösung finden ließ, zerbrach die Insel in viele tausend Stücke.
Zurück blieb nur der Kern, als großes Ganzes, der die Kinder und Heranwachsenden beherbergte. Die anderen trieben auf ihren Schollen hinaus in die Weiten des Meeres. Stets auf der Suche...

Aber es gab sogar einige Schollen, auf denen zwei Menschen einen Platz gefunden hatten. Sie sahen glücklich aus. Doch wie kam es dazu?
Es war die Jugendliebe ... man sah es daran, dass deren beider Schollen nur mit einem dünnen morschen Strick verbunden waren. Lange würde er nicht den Gemeinheiten des Ozeans stand halten. Nur die wenigsten schafften es ... zogen die Stricke immer fester, entdeckten gemeinsam neue Wege, um miteinander durch das Leben zu treiben...

Die Mehrheit war immer noch einsam unterwegs ... aber im Ozean gab es genügend Treibgut, dass sich die Cleveren zu Nutze machten. Einige fischten Äste aus dem Wasser, und wenn eine andere Scholle vorbeitrieb, streckten sie ihnen den Ast entgegen. Und wenn der andere seine Chance erkannte, wahrnahm und nach dem Zweig des Glückes packte, so fanden sie zueinander. Dann konnten auch sie ihre Schollen miteinander verbinden.
Einige waren sogar so erfinderisch, dass sie die Schollen so fest zusammenschweißten, dass sie nie mehr getrennt würden. Andere waren sehr leichtsinnig, nahmen nur einen zaghaften Bindfaden, der schon bei der kleinsten Woge zerriss und die Schollen auseinander trieb. Trauer umgab sie dann. Manchmal.

Aber die Hoffnung keimte immer wieder auf. Es wurde aufs Neue versucht, einen Partner zu finden. Manchmal konnte es schon an Verzweiflung grenzen, an Zufall oder Schicksal ... und so kam es, dass sich auch gleichgeschlechtliche Paare fanden, wenn gerade zufällig eine Scholle vorüber trieb. Aber wenn die Liebe erst einmal gefunden ist und verbindet, dann läßt sie sich nicht so schnell wieder los.

Und mit der Zeit gab es immer mehr Paare. Einige Schollen wuchsen mehr und mehr und bildeten schon wieder kleine Inseln, wenn sich Nachwuchs ankündigte...

Doch was geschah mit jenen, die keinen Rettungsanker fanden, keinen Strick hatten, mit dem sie sich woanders binden konnten? Die immer zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort auftauchten, oder zu unaufmerksam waren und eine Chance verpassten? Wenn ihnen jemand eine Eisenstange hinhielt, sie aber träumten, am Kopf getroffen wurden und bewusstlos zu Boden fielen...
Und wenn sie wieder erwachten, fanden sie sich an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit. Nur eines war gleich geblieben. Sie waren immer noch einsam, einsam und allein. Und immer auf der Suche. Nach Liebe...

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26.10.2006 12:48

Das Märchen vom Zauberer und der Prinzessin

Es war einmal… vor vielen, vielen Jahren in einem kleinen abgelegenen Dorf am Fuße eines Berges. Dort lebte eine hübsche Prinzessin. Sie war im ganzen Land für ihr fröhliches Wesen und ihre wundervolle Haarpracht bekannt. Doch verbrachte sie ihr Leben Tag für Tag sehr zurückgezogen in ihren Zimmern und schrieb. Das Schreiben von Briefen bereitete ihr so viel Freude, dass sie glaubte ein glückliches Dasein zu führen.
Eines Tages erhielt sie Post von einem Zauberer. Er wohnte einige Ländereien entfernt in einer großen Stadt. Sie waren beide sehr neugierig aufeinander, da sie doch aus völlig verschiedenen Welten stammten. Es war der Reiz des Neuen, des Ungewissen, der sie stundenlang miteinander beschäftigte, ohne zu langweilen.
Und so wurde die Verbindung zwischen ihnen immer intensiver und enger. Bis sie es eines Tages vor Sehnsucht kaum noch aushielten und beschlossen einander zu treffen. Der Zauberer schwang sich auf sein edles Ross und ritt in Windeseile zu ihr.
Als er am vereinbarten geheimen Treffpunkt eintraf, stand sie schon da unter einer alten Eiche, geschützt vor dem herabfallenden Regen. Sie umarmten sich, und sie wies ihm den Weg in ihre Gemächer. Er war beeindruckt von allem. Von der Natürlichkeit der Natur und der Prinzessin. Ihre Schönheit und Fröhlichkeit. Ihr Lachen. Ihre Offenheit.

Fernab aller Befürchtungen, die sie zuvor gehegt hatten, einander möglicherweise nicht zu verstehen und in Gram und Zank zu verfallen, verstanden sie sich großartig. Es gab für den Zauberer viel zu entdecken. Vor einigen Jahren als Kind war er schon einmal dort gewesen. Und vielleicht waren sie sich damals über den Weg gelaufen, ohne es zu wissen, und nun hatte das Schicksal ihre Wege zusammen geführt.
Es war ein ganz besonderer Tag, der am Abend mit einem großen Festmahl gefeiert wurde. Kugelrund und zufrieden endeten wundervolle Stunden im gemeinsamen Bett.
Nur die Schüchternheit und die Befremdlichkeit, mit einem anderen im Bett zu liegen, verbot es ihnen, einander näher zu kommen. So lag der Zauberer ganz links an der Wand, während die Prinzessin am rechten Rand des Bettes schlief.

Der nächste Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein, der über die Bergkuppe und durch die Wipfel der Bäume in das kleine Küchenfenster strahlte. Sie spannten die Pferde vor den Wagen und begaben sich in die nächste Stadt. Gemeinsam erklommen sie den Turm einer Kirche und schwebten über den Wolken. Atemberaubend schön.
Mittags kehrten sie in ein altes Wirtshaus ein. Und hätte man nicht gewusst, dass sie Freunde sind, so hätte man glauben können, sie wären ein Paar. Ein ganz besonderes.
Am Abend wurde mit der Kutsche Ziel auf ein verrücktes Tanzlokal genommen. Wild sprangen sie zum Rhythmus der Musik. Sie strahlten auf ihren Gesichtern. Der Schweiß rann über ihre Leiber. Sie genossen jeden Augenblick in vollen Zügen.
Doch die Nacht war noch nicht zu Ende. Alsbald begann die Morgendämmerung, als sie in das Bett fielen und ewig redeten. Ein schier endloses Gespräch. Es knisterte in der Luft. Das Atmen viel schwer. Die Stimmen waren klar und sanft. Die Prinzessin rückte ein Stück näher. Der Zauberer tat es ihr gleich. Und ehe sie sich versahen, lagen sie Gesicht an Gesicht. Das Atmen wurde lauter und intensiv. Sie spürten einander, ohne sich zu berühren. Der Zauberer nahm ihren lieblichen Geruch wahr, konnte nicht genug von ihr bekommen. Diese Spannung und das Kribbeln zwischen ihnen stiegen ins Unermessliche. Sie lagen nebeneinander. Ganz dicht. Ihre Nasenspitzen berührten sich für einen kurzen Moment. Das Herz der Prinzessin begann zu rasen.
Mit seinen magischen Händen begann der Zauberer sie sanft im Nacken zu kraulen. Er fuhr ihr vorsichtig durch ihre langen Haare, streichelte sanft ihr Ohr und strich zart über ihre Wange. Durch die geschlossenen Fensterläden war es so dunkel, das sie einander nicht sehen konnten. Sie fühlten. Ein Gefühl, das wahnsinnig machte. So intensiv und aufregend.
Er legte den Arm auf ihre Schulter und wollte sie halten. Sie ganz nah spüren. Doch in diesem Moment erschrak sie:
„Was hast du vor? “ fragte sie mit ernster Stimme.
Der Zauberer war überrascht, glaubte zu weit gegangen zu sein, und antwortete:
„Mit dir kuscheln…“
Dann lagen sie eine Weile da. Stumm. Noch immer schwer atmend. Doch der Zauberer hatte all seinen Mut verloren, er konnte nicht mehr weiter gehen. Er vermutete, sie würde es nicht wollen. Und wenn das ihr Wunsch war, dann sollte es so sein.
Die Prinzessin lag zurückhaltend neben ihm, berührte ihn nicht, als hätte sie Angst davor. Der Zauberer hatte seine Magie in die Wagschale geworfen, doch seine Kraft vermochte es nicht, sie zu verzaubern. Sie lagen noch ein Weilchen nebeneinander. Allmählich löste sich die Umarmung, die Lider wurden müde und beide versanken in einen tiefen glücklichen Schlaf.

Der neue Tag begann schleppend. Der Zauberer war müde von der letzten Nacht. Kaum aus dem Bett zum Essen aufgestanden, fiel er danach wieder hinein vor Kälte. Und vielleicht vor Einsamkeit. Ihm war bewusst geworden, wie allein er doch war.
Seine Prinzessin hielt sich in einem anderen Zimmer auf, war beschäftigt, und er wollte sie nicht stören. Sie wollte sicherlich auch ihre Ruhe haben und ungestört ihren Dingen nachgehen. Und da ihm das Haus und die Umgebung fremd waren, wusste er nichts Besseres zu tun, als zu dösen.
Der Tag endete, und es wurde Nacht. Etwas war geschehen. Seine Prinzessin kam ins Bett, doch von der Wärme und Nähe am Vortag war nichts mehr zu spüren. Sie klemmte sich wieder an den Bettrand. Er spürte dies, drehte sich zur Wand und dachte nach. Er konnte nicht einschlafen, tausend Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Er spielte noch einmal die Szenerie der letzten Nacht durch… bis er mit Tränen in den Augen seinen Schlaf fand.

Ein neuer hoffnungsvoller Morgen brach an. Aber sie schwand in Windeseile. Die Prinzessin verkündete ihm, dass sie nicht mit ihm reisen könne, so wie es vereinbart worden war. So gern wäre sie mit ihm gekommen, doch sie konnte nicht.
Der Zauberer war arg traurig, doch konnte er ihre Gründe verstehen. Er grübelte über die Ereignisse der vergangenen Tage nach, und kam zu dem Entschluss, mit ihr allein reden zu wollen. Eine gute Gelegenheit würde sich in dem Bad ergeben. Doch er ahnte es schon. Es fiel aus. Stattdessen wollten sie gemeinsam durch den Wald spazieren. Und der Zauberer dachte sich, dann dort mit ihr reden zu können.
Aber wie das Schicksal so spielte, waren sie nicht allein. Sie wurde von ihren Eltern begleitet. Und als sich viel später eine Gelegenheit bot, wusste der Zauberer nicht mehr, worüber er mit ihr reden wollte. War es gut so? Seine Sorgen waren verflogen. Denn es war ein wunderschöner Nachmittag. Sie lachten wieder zusammen, freuten einander. Die Prinzessin ärgerte ihn auch liebend gern, nur im Scherzen. Und der Zauberer stieg mit ein. Sie alberten herum, jagten einander, pieksten in die Rippen und kitzelten sich. Wie ein Liebespaar. Oder wie Geschwister. Aber für diesen Moment war alles andere egal. Nur sie beide zählten. Sie waren fröhlich. Sie waren glücklich.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sehen sie einander wieder...

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26.10.2006 12:39

Neustart

Die Neonbeleuchtung des Hausflures war kühl. Das Licht flackerte hin und wieder auf, als würde es sich dagegen aufzubäumen versuchen, endgültig seinen Geist aufzugeben. Surrende und klickende Geräusche, die dem Knacken der Knochen eines alten Mannes gleich kamen, hallten von den flachen Wänden wider. Ich kramte in meiner Tasche nach dem Schlüssel, und versuchte ihn mit Mühe in das Schlüsselloch einzuführen. Die schwere Tür öffnete sich, während ein Schatten durch das Zimmer huschte. Ich betrat meine Wohnung und Enge umklammerte mein Herz. So viele Erinnerungen lebten in diesen vier Wänden, dass es mir schier die Luft zum Atmen raubte. Schwindelkeit stieg in mir auf. Meine linke Hand krallte sich an den Spiegel, um Halt zu finden.
Was für ein abscheuliches Ding erwiderte meinen Blick? Zwei eingefallene Augen. Erfüllt von Trauer. Hoffnungslosigkeit. Die Haare vollkommen zerzaust. Die roten Bartstoppeln schauderhaft. Das Gesicht aufgequollen von schlaflosen und mit Tränen erfüllten Nächten. Die Zähne vergilbt und ein zerknautschtes Lächeln aufgesetzt. Ich sah einfach nur grässlich aus. Eine bemitleidenswerte Kreatur. Zum Fortlaufen.

Ich sagte zu mir, so könne es nicht weiter gehen! Ich müsse etwas Grundlegendes in meinem Leben verändern!

Im Wohnzimmer standen meine wenigen Habseligkeiten in Kisten verpackt. Innerhalb der letzten Wochen hatte sich darauf eine dicke Staubschicht gebildet. Auf dem Fußboden verstreut lagen Zeitungen. In allen hatte ich die Kontaktanzeigen ausführlich studiert und Unmengen an Briefen geschrieben. Ich hatte jede, die von mir Post bekam, mit einem Rotstift markiert. Es waren etliche, ich vermochte sie kaum zu zählen. Doch die Zeitungen vergilbten langsam im gleißenden Sonnenlicht. Die Farben verblassten. Die Konturen verschwammen.

Ich sagte zu mir, es wäre endlich die Zeit gekommen, wieder Ordnung in mein Leben zu bringen!

Der Lichtschalter zur Küche war klebrig und ließ mich für mehrere Sekunden an diesem Fleck verharren, bis sich meine Katze bemerkbar machte, indem sie ihre Schüssel umwarf. Zeit fürs Essen.
Lustlos holte ich die angebrochene Tüte mit Katzenfutter unter der Spüle hervor. Es stank bestialisch daraus. Ich schüttete ein wenig in die Schüssel und stellte sie auf das Fensterbrett. Mit einem Satz sprang die Katze hinterher und schlug sich den Bauch voll.
Ich öffnete das Fenster. Von draußen quoll stickige Stadtluft herein. Ich starrte in die Ferne. Ein leerer Blick. Ach, wie hatten mich meine Freunde damals um diese Aussicht beneidet. Und erst diese fantastische Wohnung zu so günstigen Konditionen in bester Lage. Pah, und wo sind sie nun meine Freunde? Im Stich gelassen haben sie mich. Es zählt doch nur das Geld! Warum sollte man sich um einen Menschen wie mich sorgen und kümmern? Und alles, ohne je einen einzigen Cent dabei zu verdienen?

Ich sagte zu mir, ich müsse ganz von vorn beginnen. Neue Freunde. Ein komplett neuer Anfang!

Ein Vogel kreiste vor dem Fenster. Die Katze schlich über das Fensterbrett und ging in Angriffsstellung. Sie streckte ihre Pfote aus, um dem Vogel im Vorbeiflug einen Schlag zu verpassen. Sie stellte sich dabei so ungeschickt an, dass ich schon sah, wie sie in die Tiefe herab stürzen würde. Einundzwanzig Stockwerke. Eine grausame Vorstellung.
In diesem Moment fasste ich einen Entschluss! Wenn mir schon niemand Zuneigung und Hilfe spendet, so könnte ich doch wenigstens für andere da sein.
Selbstlos beugte ich mich aus dem Fenster, um die Katze zu retten.

Ich sagte zu mir, jetzt oder nie!

Die Autos, die Menschen, die Bäume wuchsen zunehmend. Ich drehte mich im Kreis. Oben war unten und unten war oben. Lärm und Getöse schwallte mir entgegen. Es dröhnte und hämmerte in mein Hirn.
Ich hielt mir die Ohren zu, so fest ich konnte. Ich presste meine Daumen in die Ohrmuschel bis warme Flüssigkeit hervor schoss - erst die Daumen, dann meine Hände und schließlich meine Arme herunter lief. Die Klänge wurden dumpfer. Dann verstummten sie endgültig.Eine helle Stimme sprach zu mir. Sie war glasklar und so rein, wie nur die Stimme eines Engels sein konnte. Die Worte waren warm und süß. Unverbrauchte Worte. Sie sprachen von Liebe. Das, was ich mein Leben lang suchte.
Und in jenem Moment hatte ich alles, wonach ich mich jemals gesehnt.Ein strahlendes Lächeln überzog mein Gesicht. Ein Glücksgefühl durchzuckte meinen Körper.

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26.10.2006 12:35

Liebe

Und wieder ging die Sonne auf. Die goldenen Strahlen durchbrachen den Wolkenhimmel und versetzten sie zurück in vergangene Zeiten. Der Frühling brach an und ließ seinen Charme entfalten. Frisches Grün. Liebliche Düfte. Fröhlicher Vogelsang.
Gemeinsam saßen sie am Ufer des Sees. Er hatte ihr seine Jacke umgelegt, um sie vor der Kühle des Morgens zu schützen. Er hielt sie fest im Arm. Sie schmiegte sich an ihn. Sie schwelgten in Gedanken und benötigten keinerlei Worte um sich zu verständigen. Blicke. Sie wollten diese friedliche Ruhe nicht stören. Das Gras knisterte im Wind. Ein Fisch platschte durch das Wasser.
Er wischte ihr sanft den Schlaf aus den Augen. Sie blinzelte ihn an und lächelte. Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. Er errötete, sah hinaus auf den See. Schwäne zogen durch die Weiten. Ein Pärchen. Unzertrennlich. Er wandte sich wieder zu ihr.
Sie hatte ihn die ganze Zeit angesehen, seine Reaktionen genau beobachtet und sie sich eingeprägt. Für die Ewigkeit, die ewige Erinnerung. Er faßte all seinen Mut zusammen und gab ihr einen Kuss auf den Mund. Sie verharrten. Sekunden? Minuten? Die Zeit schien still zu stehen. Dann ließ sie von ihm ab. Atmen. Dabei schmeckte es so gut.

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